Gurken im Gewächshaus anbauen

Um Gurken im Gewächshaus erfolgreich großzuziehen, musst du kein erfahrener Gärtner sein. Wähle die richtigen Gurken und gehe "gurkengerecht" vor.

So erntest du viele leckere Gurken im Gewächshaus
Im Gewächshaus gedeihen Gurken ein wenig anders als im Freiland. Glücklicherweise ist der Anbau unter Glas kein Hexenwerk, sondern recht einfach. Ein paar Dinge gibt es aber zu beachten.

Auf die richtige Gurke kommt es an
Willst du Gurken im Gewächshaus anbauen, so entscheide dich für Salatgurken (Schlangengurken). Sie sind selbstfruchtend und mit ihrer glatten Haut speziell für den Anbau im Gewächshaus vorgesehen.

Tipps zu Aussaat und Pflanzung
Im beheizten Gewächshaus kannst du Gurkensamen schon ab März oder April aussäen, im unbeheizten Glashaus wartest du damit besser bis Mai und legst erst nach dem letzten Frost los. Die Samen brauchen eine gleichbleibende Temperatur von 20 Grad Celsius, um zu keimen. Zudem muss der Boden gleichmäßig feucht sein.

Sobald du die ersten Keimblätter entdeckst, solltest du die schwächeren Jungpflänzchen entfernen und nur die stärkeren Gurkenpflanzen stehen lassen. Warte, bis sie etwa 20 bis 30 Zentimeter hoch sind, dann setze sie an ihren endgültigen Platz im Gewächshaus. Dabei ist wichtig, dass du sie nicht zu eng pflanzt - halte einen Abstand von 60 Zentimetern ein.

Wie im Freiland bevorzugen Gurken auch im Gewächshaus einen nährstoffreichen und humosen Boden. Reichere die Erde vor der Pflanzung mit reifem, salzarmem Kompost an.

Extratipp: Ziehe deine Gurken an Rankhilfen wie Gerüsten, Gittern oder stabilen Schnüren. Alles, was die Pflanzen sicher in die Höhe leitet, ist geeignet. Wenn die Früchte nicht auf dem Boden aufliegen, sind sie besser belüftet und du kannst sie leichter ernten.

Pflege der Gurken im Gewächshaus
Gurken lieben Wärme und benötigen Licht, um zu gedeihen. Aber: Strahlt die Sonne zu stark und heiß ins Gewächshaus, solltest du mit Schattiernetzen für Schatten sorgen. Auch schattenspendende Nachbarpflanzen helfen, etwa Tomaten.

Gurken sind sehr durstig. Gieße den Wurzelbereich immer morgens - und zwar durchdringend und mit leicht angewärmtem Wasser.

Wichtig: Achte darauf, dass die Blätter beim Gießen trocken bleiben oder zumindest danach schnell und gut abtrocknen können. Ansonsten drohen Pilzerkrankungen.

Damit die Erde gleichmäßig feucht bleibt und nicht zu rasch austrocknet, kannst du eine Mulchschicht einarbeiten.

Dünge deine Gurken wöchentlich, sobald sich die Früchte bilden. Am besten eignet sich organischer Flüssigdünger (ein Liter Nährlösung pro Gurkenpflanze) mit niedrigem Chlor- und Salzgehalt. Zu viel Chlor und Salz vertragen Gurken nämlich nicht.

Tipp: Gut geeignet ist eine organische Gründüngung mit Hornspänen oder stattdessen mit abgelagertem Kuhmist. Um die Gurken laufend mit Stickstoff zu versorgen, kannst du mit Wasser verdünnte Brennnesseljauche (Verhältnis 1:10) verwenden. Spezielle Gurken-/Gemüsedünger findest du bei uns im Markt.

Eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit tut den Gurken zwar gut, doch ein bisschen Frischluft muss ab und zu trotzdem ins Gewächshaus, damit Pilzerkrankungen keine Chance haben. Öffne die Türen und Fenster regelmäßig am Morgen und am Abend. Die einströmende kühle Luft sorgt für ein gesundes Klima, in dem sich deine Gurken prächtig entwickeln.